VSG-Glas

Definitionen und Sicherheitshinweise

Verbund-Sicherheitsglas (VSG), Verbund-Sicherheitsglas oder selten Sicherheitsverbundglas, stellt einen Verbund aus zwei oder mehr Flachglasscheiben verbunden durch eine reißfeste und zähelastische Folie dar. Es weist mehrere Sicherheitsmerkmale (durchschlaghemmend, deutlich geringere Gefahr der Verletzung an Splittern) gegenüber einer einfachen Flachglasscheibe sowie eine deutlich höhere Schalldämmung auf. Als Sigla-Mehrschichtenglas war es spätestens Mitte der 1930er Jahre verfügbar.

Eine Besonderheit gilt es zu beachten beim Verbau in der Freien Witterung:
Im Falle der freien  Bewitterung von VSG-Kanten, kann im Laufe der Zeit am Glasrand stellenweise eine Verfärbung eintreten, die keinen Einfluss auf die Sicherheitseigenschaften des VSG hat. Derartige Verfärbungen lassen sich konstruktiv und fertigungstechnisch minimieren, z.B. durch definierte Tropfkanten. Auch der Einsatz von Reinigungsmitteln und -verfahren muss geprüft werden. Eine VSG Kante kann auch z.B. mit Profilen abgedeckt werden, wobei jedoch eine Ausführungsart zu wählen ist, die keine Feuchtigkeit an der Glaskante bindet sondern ein zügiges Ablüften ermöglicht und die mit der Zwischenschicht verträglich ist.

Somit stellen solche Verfärbungen keinen Reklamationsgrund dar!


Quelle: BF-Merkblatt 013 /2013